
Ächt Muotathal! Unser Kunde: MAB Möbel AG
MAB 2023
Die MAB Möbel AG ist der erste Schweizer Kunde der DATENschreinerei. Traditionell fertigte der Betrieb qualitative Möbel in Serienproduktion. Doch im Laufe der Zeit änderte sich der Anspruch der Kunden. Gefragt waren mehr Individualität sowie moderne, designtechnisch ansprechende Produkte.
Diesen Trend früh erkennend beabsichtigte MAB, die Produktion an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Zusätzlich sollte das Segment des individuellen Innenausbaus erschlossen werden, um im Objektbereich etwa Schulen, Klöster oder Hotels ganzheitlich betreuen zu können.
Vor der Kontaktaufnahme mit uns war von Kundenseite aus bereits klar: Die alten Maschinen sollten durch ein modernes, leistungsfähiges Produktionssystem ersetzt werden. Zudem wollte man die Produktion digitalisieren, um effizientere Abläufe zu etablieren.



Im Rahmen unserer initialen Gespräche stellte sich heraus, dass unser Kunde sehr zukunftsorientiert dachte, die Herausforderungen aber im Detail lagen. Denn schnell wurde uns klar: Nur mit der Einführung von imos als CAD/CAM-System würden wir das volle Potenzial nicht ausschöpfen können.
Um den Geschäftsbereich Objektinnenausbau verlässlich und betriebswirtschaftlich sinnvoll bedienen zu können, sind zwei Faktoren unabdingbar: zum einen die Personalstruktur mit dem notwendigen Know-how und der richtigen Aufgabenverteilung, zum anderen eine hochflexible und leistungsfähige Produktionstechnik. Beides war bei MAB nicht oder nur teilweise vorhanden.
Wir unterstützten den Kunden dabei, Maschinen auszuwählen, die exakt auf die tatsächlichen Anforderungen zugeschnitten waren – und verhinderten somit eine unnötige Überdimensionierung. Allein bei der Kantenanleimmaschine konnte so ein mittlerer, sechsstelliger Betrag eingespart werden.
Da beide Geschäftsbereiche – individueller Objektinnenausbau und hochwertige Serienmöbel – mit einem CAD/CAM-System abzubilden waren, ergaben sich unterschiedlichste Anforderungen an den Stammdatenaufbau im Hintergrund. Es war die klare Anforderung, sowohl individuell geplante Möbel und Innenausbauten als auch konfigurierbare Serienmöbel mit ein und demselben System und Stammdatenpool planen und produzieren zu können.
Das neue System der DATENschreinerei musste sich schneller bewähren als gedacht. Denn unser Kunde wurde mit dem Individualausbau mehrerer Upper-Class-Appartements beauftragt – ein Projekt, bei dem hochgradig individuelle Vorstellungen der Wohnungsinhaber zu berücksichtigen waren.
Wir unterstützten MAB bei der Umsetzung in den Bereichen Projektmanagement, Konstruktion und Produktion. Gerade in Zeiten von Corona stellte dies eine zusätzliche Herausforderung dar, war doch die Einreise in die Schweiz für einen gewissen Zeitraum nicht möglich.
Allerdings sind wir sehr erfahren damit, unsere Kunden auch aus der Distanz zu betreuen. Wir schulten die Mitarbeiter von MAB erfolgreich aus der Ferne, wobei wir die gesamte Bandbreite der technischen Möglichkeiten nutzten. Unter dem Strich wurde das initiale Projekt für unseren Kunden ein voller Erfolg – und somit auch für uns.
Insgesamt gelang uns die Umsetzung in Rekordzeit: Von der Aufnahme bis zum funktionsfähigen System vergingen gerade einmal 6 Monate. Nachdem wir unseren Kunden für die Zukunft gut gewappnet sahen, konnten wir uns nach und nach zurückziehen und uns um die Spezialthemen „Prozess Furnierabwicklung“ und „Möbelkonfigurator“ kümmern.



Prozess Furnierabwicklung
Eine der großen Stärken von MAB ist die Verarbeitung von Furnieren, insbesondere in sogenannten Abwicklungen, also mit durchlaufender Maserung über mehrere Einzelfronten hinweg. Hierbei galt es mehrere prozesstechnische Herausforderungen zu meistern, wie etwa die inhäusige Konfektionierung der einzelnen Furnierflächen.
Diese benötigte sowohl eigene Produktionsunterlagen als auch eine Station zur Etikettierung der einzelnen Furnierflächen, um diese prozesssicher den zu beschichtenden Bauteilen zuordnen zu können.
Darüber hinaus entwickelten wir eine Softwarelösung, die es ermöglicht, automatisiert aus der CAD/CAM-Lösung imos die Produktionsdaten der furnierten Bauteile so an die Zuschnittoptimierung zu übergeben, dass die notwendigen Schablonen automatisiert erzeugt werden. Somit ist die Bauteilanordnung innerhalb der Abwicklung gewährleistet.
Über diesen Weg werden sowohl der 1. als auch der 2. Schnittplan generiert – der 1. für das Trägermaterial und der 2. für das Auftrennen des beschichteten Mutterbauteils. Eine weitere Funktion der Anwendung ist der Nachschnitt von beschichteten Einzelteilen, um Trägeraufmaß und Beschichtungsüberstand zu ebnen.
Mit diesem Prozess können darüber hinaus auch sogenannte Sandwichbauteile, also aus Einzellagen geschichtete Bauteile, prozesssicher weiterverarbeitet werden.



Möbelkonfigurator
MAB bietet bei einzelnen Möbelsystemen eine hohe Modularität und Flexibilität an, um dem Wunsch nach maximaler Individualität Rechnung zu tragen. Eines dieser Systeme, die es primär galt abzubilden, ist das Büromöbelsystem „Celton“.
Celton besteht im Wesentlichen aus einer Stahlrohrkonstruktion mit Holzfüllungen und erlaubt es, die Einzelmöbel sehr flexibel, aber eben immer modular zu planen, um die Anordnung in alle Richtungen zu ermöglichen.
Um die gewaltige Anzahl an Kombinationsmöglichkeiten zukünftig zielsicher verplanen zu können, musste für den Arbeitsvorbereiter eine systemische Unterstützung geschaffen werden.
Hierfür nutzen wir die Oberfläche des imos-Moduls „iX-Design Manager“. Der notwendige Stammdatenaufbau im Hintergrund erforderte das ganze imos-Know-how der DATENschreinerei, um die Komplexität in Planung und Produktion abbilden zu können. Die Umsetzung erfolgte in enger Abstimmung mit MAB.
So entstand ein maßgeschneiderter Möbelkonfigurator – eine Oberfläche, die es ermöglicht, jedes Möbel „per Klick“ zusammenzustellen und dabei vor allem die Abhängigkeiten der Bauteile und Beschläge zueinander zu berücksichtigen.








Langjährige Partnerschaft, echte Erfolgsgeschichten
Unsere Investition hat sich mehr als gelohnt."
MAB Möbel AG
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